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Work-Life-Care in Balance

Guten Tag,
für das neue Jahr wünsche ich Ihnen viele Genussmomente. Vielleicht haben Sie gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst. Im Alltag ist es gar nicht so einfach, diese auch zu Routinen werden zu lassen. Veränderungen brauchen Energie, die ich Ihnen hier gleich noch mit dazu wünsche.Vielleicht gibt Ihnen mein Balance-Tipp einen kleinen Energieschub, um an regelmäßige Pausen zu denken.


Wann beginnt eigentlich die Entlassung aus dem Krankenhaus?  - So früh wie möglich

Häufig steht zu Beginn einer Pflegesituation ein Krankenhausaufenthalt. Oft plötzlich und unerwartet. Als Angehörige/r ist man geschockt. Gleichzeitig muss vieles geregelt werden und Entscheidungen sind zu treffen. Daher habe ich Ihnen Informationen zur Entlassung aus dem Krankenhaus und Tipps rund um den Krankenhausaufenthalt zusammengestellt.
Icons Gesundheit
Die Entlassung beginnt in Krankenhäusern mit einen guten Entlassmanagement schon bei der Aufnahme. Hier werde wichtige Daten zur Person und zu den Lebensumständen erhoben, die unter bestimmten Voraussetzungen das Entlassmanagement aktivieren. Wer älter und alleinstehend ist, braucht vielleicht mehr Hilfe als andere.

Vorbereitung auf den Krankenhausaufenthalt
Wenn hin und wieder spontane Krankenhausaufenthalte anstehen, ist es sinnvoll eine gepackte Tasche mit wichtigen Unterlagen, Kulturtasche samt Inhalt, Handtuch, Nachthemd, Wäsche für 1-2 Tage und persönliche Gegenstände schon gepackt zu haben. Alternativ hilft auch eine „Packliste“. Entweder in die Tasche legen oder ich empfehle große Klebezettel, die gut haften auf die Innenseite der Kleiderschranktür zu kleben.


Tipp einer Workshop-Teilnehmerin für den Fall, dass Sie häufiger mit Angehörigen ins Krankenhaus müssen:
Packen Sie auch eine Tasche für sich als Begleitperson, die alles enthält, was Sie bei der Begleitung im Krankenhaus benötigen: wichtige Unterlagen, etwas zu trinken, zu essen, zu lesen, usw. Das kann das Leben erleichtern.

Auch wenn es nicht leicht fällt von der Diagnose zu erzählen benötigen das Pflegepersonal und die Ärzte besonders bei Demenz-Patienten umfassende Informationen. Sie können dann das Verhalten der Patienten besser einschätzen. Es ist zum Beispiel auch wichtig, auf eine Schwerhörigkeit hinzuweisen. Es sind schon Menschen im Krankenhaus für Dement gehalten worden, obwohl sie „nur“ schwerhörig waren und das Hörgerät zu Hause lag. 

Entlassung aus dem Krankenhaus
Das Entlassmanagement ist im Sozialgesetzbuch V §39 geregelt. Jedes Krankenhaus ist verpflichtet dafür zu sorgen, dass die Patienten nach dem Aufenthalt versorgt sind. Wenn eine Versorgung nicht sichergestellt ist, darf eine Patientin nicht entlassen werden. So die Theorie. Wenn die Entlassung nicht gut vorbereitet ist landen die entlassenen Patienten häufig innerhalb kürzester Zeit, manchmal schon am selben Tag wieder im Krankenhaus. Das ist der sogenannte Drehtüreffekt. Mit den gesetzlichen Neuerungen sind die Krankenhäuser noch einmal verpflichtet worden ihrem Auftrag nachzukommen. Was bedeutet das nun konkret?


Patientinnen und Patienten wird das Entlassmanagement angeboten und sie haben die Freiheit sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Sie müssen schriftlich einwilligen. Eine schon gegebene Einwilligung kann jederzeit zurückgezogen werden.

Während des Krankenhausaufenthaltes erstellt die Fachkraft für das Entlassmanagement in Abstimmung mit den Patienten und den Angehörigen und den behandelnden Ärzten und Therapeuten einen Entlassplan zur Sicherstellung der Versorgung zu Hause. Sie nimmt dann beispielsweise Kontakt zum Hausarzt, zu Fachärzten, bei Bedarf zu Physio-, Ergo-, Logotherapie oder ambulanten Pflegediensten auf und gibt wichtige und notwendige Informationen weiter. Sie hilft bei Pflegebedarf auch dabei einen Antragbei der Pflegekasse zu stellen.Vor der Entlassung sollte die Pflege und Betreuung zu Hause organisiert werden. Es ist wichtig zu klären, wer aus dem persönlichen Umfeld was übernehmen kann. Ein Pflegedienst könnte hilfreich sein.

Verordnungen durch das Krankenhaus

Für einen Zeitraum von bis zu 7 Tagen nach der Entlassung dürfen Verordnungen ausstellen für:

  • Hilfsmittel wie Bandagen, orthopädische Hilfsmittel, Rollstuhl

  • Heilmittel, wie Physio- oder Ergotherapie

  • häusliche Krankenpflege

  • Soziotherapie

  • Arzneimittel (die kleinste Packung gemäß der Packungsgrößenverordnung (N1-Packungen).

Am Entlasstag bekommen Patienten dann ihren Entlassbrief mit, in dem unter anderem steht, was alles für die Versorgung zu Hause vorbereitet wurde. Die Pflegeberatungsstellen oder Pflegestützpunkte bieten zusätzliche Beratung für die Sorge und Pflege zu Hause.

Die Aufnahme ins Krankenhaus
Bitte denken Sie an

  • Versichertenkarte der Krankenkasse, Ausweis, Einweisung
  • Wäsche, Bekleidung, Toilettenartikel,
  • persönliche Dinge

Falls vorhanden…

  • Medikamentenplan und Medikamente
  • Impfausweis, Allergiepass, …
  • Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
  • Name und Anschrift des Hausarztes
  • Bei Pflegebedürftigkeit bitte Informationen zum Pflegegrad weitergeben.

Falls ein Pflegedienst kommt, bitte Ansprechperson und Kontaktdaten bereithalten und weitergeben.
Bitte geben Sie auch Informationen zum Unterstützungsbedarf des Angehörigen weiter.
Benötigte (Pflege-)Hilfsmittel bzw. Unterstützung bei der Nutzung der Hilfsmittel:

  • Brille, Hörgerät, Gebiss, Gehhilfen, Rollator, Rollstuhl, Nachtstuhl, Pflegebett, Einlagen/Vorlagen
  • Benötigte besondere Hilfen
    • beim Aufstehen/Zubettgehen
    • beim An- und Ausziehen
    • beim Essen und Trinken
    • beim Toilettengang
    • bei der Körperpflege (Waschen/ Zahnpflege/ Kämmen/ Rasieren)
Falls ein Pflegedienst kommt, bitte Ansprechperson und Kontaktdaten bereithalten und weitergeben.
Bitte geben Sie auch Informationen zum Unterstützungsbedarf des Angehörigen weiter.
Benötigte (Pflege-)Hilfsmittel bzw. Unterstützung bei der Nutzung der Hilfsmittel:
  • Brille, Hörgerät, Gebiss, Gehhilfen, Rollator, Rollstuhl, Nachtstuhl, Pflegebett, Einlagen/Vorlagen
  • Benötigte besondere Hilfen
    • beim Aufstehen/Zubettgehen
    • beim An- und Ausziehen
    • beim Essen und Trinken
    • beim Toilettengang
    • bei der Körperpflege (Waschen/ Zahnpflege/ Kämmen/ Rasieren)

Pflege und Versorgung nach dem Krankenhaus ohne Pflegegrad? - Haushaltshilfe und Kurzzeitpflege
Besonders nach einem Krankenhausaufenthalt, ei­ner ambulanten OP oder einer schwerwiegenden Erkrankung brauchen viele – vor allem ältere – Menschen Pflege und Hilfe im Haushalt. Wenn die Voraussetzungen für eine Pflegestufe nicht gegeben sind, haben An­gehörige oft große Schwie­rigkei­ten die Versorgung für die begrenzte Zeit zu organi­sieren. Häufig ist das auch ein finanzielles Problem. Mit dem Kranken­hausstrukturge­setz, dass seit 1.1.2016 in Kraft ist, wurde hier eine wichtige Lücke in der Versorgung geschlossen. Jetzt können für eine be­grenzte Über­gangszeit Hilfen im Haushalt und Grund­pflege verordnet oder sogar eine „Kurzzeit­pflege“ bean­tragt werden.

Haushaltshilfe
Im Rahmen der häuslichen Krankenpflege (§ 37 Abs. 1a SGB V) können Personen, die keine Pflege­stufe haben, wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Ver­schlimmerung einer Krank­heit, insbe­sondere nach einem Krankenhausaufent­halt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhaus­behandlung, die erforderli­che Grundpflege und hauswirtschaftliche Versor­gung bekommen. Ein gleichzeitiger Bedarf an Be­handlungspflege ist nicht notwendig. Es kann auch eine Haushalthilfe für bis zu vier Wochen verordnet werden (§ 38 Abs. 1 SGB V). Falls erforder­lich, ist eine Ver­längerung nach Begutachtung durch den MdK möglich.


Alternativ: „Kurzzeitpflege ohne Pflegestufe“
Wenn eine Versorgung zu Hause nicht möglich ist, be­steht jetzt neu der Anspruch auf Übergangs­pflege: „Kurz­zeitpflege ohne Pflegestufe“ (§ 39c SGB V). Hier kann eine Person im Anschluss an einen Kran­kenhausaufenthalt für vier Wochen in einer Kurzzeit­pflegeeinrichtung (in der Regel eine Angebot der stationären Pflegeeinrich­tungen) versorgt werden. Es besteht ein analoger An­spruch wie bei der Kurzzeit­pflege für Menschen mit einer Pflegestufe. Das be­deutet ein Zuschuss von bis zu 1.612 € pro Kalenderjahr für die Pflege und Betreuung in der Einrich­tung. Alle wei­teren Kosten z.B. für Unter­kunft und Verpflegung müs­sen selbst getragen werden. Diese neue Leistung ist ein weiterer Baustein, der die ambulante Betreuung und Pflege von Men­schen si­chern soll und den sorgen­den Angehörigen die Ver­einbarkeit von Beruf und Pflege erleich­tern kann. Wichtig in diesem Zusammenhang: Das Krankenhaus verordnet und die Krankenkasse muss dann erst noch bewilligen. In der Regel kümmert sich die Fachkraft für das Entlassmanagement darum, dass zum Entlasstag die Bewilligung vorliegt.


Dies & Das

Neue Checkliste zum Krankenhausaufenthalt der Unfallkasse NRW
Diese Checkliste hat die Unfallkasse NRW gemeinsam mit dem Netzwerk Nord der Stadt Bergisch Gladbach entwickelt.

Man kann sie für den eigenen Krankenhausaufenthalt oder den einens pflegebedürftigen angehörigen nutzen.

Link zur Krankenhaus-Checkliste der UK NRW


Entlastungsbetrag von 2015 und 2016

Entlastungsleistungen aus dem Jahr 2015 und 2016, die noch nicht genutzt wurden, können auch in diesem Jahr noch geltend gemacht werden, denn es wurde eine Übergangsfrist festgelegt. Es geht um das Betreuungsgeld in Höhe von 104 bzw. 208 Euro im Monat. Aufgesparten Beträge aus den Jahre 2015 und 2016 können noch bis zum Jahresende ausgegeben werden.

Bitte beachten Sie, dass diese Gelder zweckgebunden sind. Sie können mit anerkannten Anbietern für Betreuung oder Hauswirtschaft (z.B. Betreuungsdienst oder Pflegedienst) abgerechnet werden oder aber bei der Nutzung von Tages- oder Nachtpflege oder Kurzzeitpflege zur zusätzlichen Finanzierung genutzt werden.


In Balance bleiben - Tipps für den Alltag

Pausengestaltung
Kurzpausen sind hilfreich, denn spätestens nach 1,5 Stunden werden wir unruhig, können uns nicht mehr so gut konzentrieren und brauchen eine Pause. Die nehmen wir uns in der Regel unbewusst. Kurz mal einen Kaffee holen oder vor uns hinträumen. Machen Sie regelmäßig und frühzeitig Pausen. Warten Sie nicht so lange, bis Sie nicht mehr können.
Pause zur aktiven Entspannung nutzen:

  • Arbeitsplatz verlassen und den Raum wechseln,
  • an die frische Luft gehen,
  • Lockerungs- oder Entspannungsübungen durchführen.

Dazu helfen die bekannten Entspannungstechniken Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Fantasiereisen, Atemübungen oder Yoga.

Powernapping, als ein kurzes Mittagsschläfchen ist ein altbewährtes Mittel zur Entspannung. Es sollte nicht länger als 20 Minuten dauern und vor 15.00 Uhr stattfinden. Sonst kann zu Schlafstörungen in der Nacht kommen.


Aus meinem Unternehmen - Work-Life-Care in Balance

Neuer Vortrag: Pflege zu Hause oder im Heim - wie sollen wir das bezahlen? 
Überblick über die Inhalte:

  • Kosten der ambulanten und stationären Pflege
  • Leistungen der Pflegeversicherung
  • Pflege-Ausgaben und Steuern
  • Hilfe zur Pflege und Elternunterhalt
  • Vor- und Nachteile der Vorsorge durch private Pflegeversicherungen
Gerne schicke ich ihnen nähere Informationen oder erstelle Ihnen ein konkretes Angebot – rufen Sie mich einfach an: 02361 - 98 18 340 oder mailen Sie mir: dialog@niewohner.de

Ich freue mich auf das neues Jahr und die bevorstehenden Begegnungen mit Ihnen, ob persönlich oder telefonisch ob in Seminaren, bei Vorträgen oder beim Netzwerken. 
herzliche Grüße,
Silke Niewohner

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Silke Niewohner, Coaching, Beratung Fortbildung Nordstraße 7, 45657 Recklinghausen (ViSdP) 
Telefon 02361- 9818340 oder 0170 – 48 90 649
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